Schwerpunkte

Ernährung

Im Sinne einer ganzheitlichen Förderung ist der Schwerpunkt „Ernährung“ in vielen Bereichen des Alltags präsent. Ziel unserer ernährungspädagogischen Arbeit ist es, die Kinder zu einem eigenverantwortlichen Umgang mit Essen und Trinken anzuleiten. Hierzu gehört die Entwicklung der eigenen Wahrnehmung, Geschmacks- und Sinnesschulung sowie Wissen zur Hygiene.

Deshalb legen wir Wert darauf, dass die Kinder häufig beim Zubereiten von Speisen mitmachen können z.B.  Brotbacken oder Kuchen, Dips für das Gemüse, Obstschalen. Um den Kindern gesunde und ausgewogene Ernährung beizubringen, motivieren wir sie, alle Speisen zu probieren und neue Geschmacksrichtungen kennen zu lernen.

Jeden Tag kommt unsere Köchin ins Haus und kocht für uns frisches Mittagessen. Der leckere Duft zieht durch das ganze Haus, die Kinder schleichen um die Küche. Wir essen gemeinsam in einer positiven Atmosphäre. Jeder darf sich seinen Platz selber aussuchen kann und wir beginnen mit einem Tischspruch oder Lied.  
 

 

Bewegung

Bewegung ist ein elementares Bedürfnis und die Grundlage der aktiven Lebensbewältigung.
Toben, klettern, hüpfen, springen, balancieren oder rennen stärkt nicht nur die motorischen Fähigkeiten, sondern auch die geistigen. Unsere Sprache drückt diesen Zusammenhang sehr gut aus: Bevor ein Kind etwas begreifen kann, muss es seine Umwelt greifen können, bevor es etwas erfassen kann, muss es die Dinge fassen können.

Lernbereitschaft und Entdeckungsverhalten

Die Erfahrung von „Können und Nichtkönnen“, von „Erfolg und Misserfolg“ zeigen dem Kind sowohl die eigene Leistungsfähigkeit als auch ihre Grenzen auf und geben ihm ein Gefühl von Selbstbewusstsein und Selbständigkeit. Diese Sicherheit schafft die notwendige Grundlage für Kontaktfreude und soziale Kompetenz. In unserer Kita ist die Bewegung ein wichtiges Bildungselement.

Die Kinder dürfen sich überall in der Einrichtung aufhalten, um sich ihre Spielecken/ Nischen zu suchen oder um in der Nachbarsgruppe zu spielen. Unsere Turnhalle ist für kleine Kindergruppen frei zugänglich. Hier finden auch gezielte Aktivitäten sowie die Physiotherapie statt. Die Kinder können sich ebenso frei entscheiden, ob sie nach draußen gehen um zu schaukeln, klettern oder um mit unseren Fahrzeugen zu fahren.

Kleine Ausflüge

Einmal in der Woche gehen wir auf einen Spielplatz. Auf dem Weg dorthin üben die Kinder das Verhalten im Straßenverkehr und als Gruppe im öffentlichen Raum. Auch unsere Ausflüge zum Reiterhof bieten viele verschiedene Möglichkeiten neue Bewegungen einzuüben und zu lernen.

Wahrnehmung

Die Sinne der Kinder zu fordern und zu fördern ist die Grundlage dafür, die Welt zu entdecken und zu verstehen. Jedes Kind braucht Zeit und Raum, um einzelne Reize zu verarbeiten und um diese mit anderen Erfahrungen kognitiv vernetzen zu können.

Bei der Raumgestaltung und der Auswahl der Farben waren wir darauf bedacht, eine ruhige Atmosphäre für die Kindern zu schaffen. Die gut strukturierte Übersicht von Spielen und Materialien soll den Kindern helfen, ihre Eindrücke zu verarbeiten. Nischen oder Hängematten geben den Kinder Rückzugsräume, ebenso  ruhigen Aktionen wie z.B. Entspannung-Musik hören, Bilderbuchbetrachtung oder auch Massagen.

Außerdem bieten wir den Kindern durch Kneten, Basteln, singen, malen, uvm. immer wieder neue Möglichkeiten an, ihre Sinne im Alltag wahrzunehmen.

Kreativität

Neugierde & Fantasie

Kreativität und Fantasie befähigen uns neue Wege zu suchen, zu sehen und zu gehen. Dies geschieht nicht nur beim Werken und Gestalten, sondern jederzeit im gemeinsamen Erleben des Tages sowie beim Spiel mit anderen Kindern.

Man kann den kreative Prozess in „vier Phasen“ gliedern: Ein Problem wird selbstständig erkannt (1), das Kind überlegt sich einen Lösungsweg (2),  Überlegungen und Erfahrung fließen mit ein (3) schlußendlich wird eine gezielte Lösung anstrebt und umsetzt (4).
Wir finden es wichtig, dass die Kinder Raum und Zeit bekommen, diesen Weg zu gehen und wir als ErzieherInnen ihnen nicht sofort alle Probleme aus dem Weg räumen.

Beim Malen, Basteln und Gestalten erforschen Kinder mit all ihren Sinnen ihre Möglichkeiten. Sie brauchen dafür Freiraum für ihre persönliche Entfaltung. Die Kinder laufen hier durch ihre Entwicklungsstufen und bilden einen fruchtbaren Boden für späteres kreatives Tun.

Festhalten von Eindrücken

Das Zeichnen und Malen, sind für Kinder eine Form der Schriftsprache. Was für sie gerade bedeutungsvoll ist, filtern sie heraus und bringen dies zu Papier. Somit berichten sie uns durch ihre Bilder „Einzelerlebnisse“ aus ihrer Umwelt und lassen uns an Ihrem Erleben teilhaben.

Wir unterstützen gerne durch Wertschätzung, Lob und Anerkennung. Dies geschieht, indem wir z.B. die Bilder/Werke mit Datum und Namen versehen, aufhängen und zum Teil in einer Sammelmappe abheften.

Verschiedene Materialien wie Wasser, Fingerfarben, verschiedene Pinsel, Stifte, Kleber, Pappe stehen immer im Regal. Papier, eine Tafel mit Kreide und Salzteig wird jede Woche mit den Kindern neu hergestellt. Immer wieder kommen auch neue Materialien hinzu, sodass neue Reize entstehen und erforscht werden können. Die Kinder suchen und sammeln in ihrer Umgebung, was sie für ihre Ideen brauchen können. Das können z.B. ein großer Karton sein, leere Papp-Rollen oder Äste von draußen sein. Der Fantasie werden keine Grenzen gesetzt. Auch geführte Angebote haben eine große Bedeutung. Durch verschiedene Gestaltungsmethoden sollen die Kinder in diesem Bereich viel lernen und ganzheitlich mit ihren Sinnen erfahren können.

Partizipation (Mitbestimmung, Teilhabe )

Die Kinder der Inclou-KIDS e.V. erleben Partizipation ganz praktisch durch:

  • Verantwortung übernehmen
  • selbständiges, eigenes Handeln nach ihren Werten
  • Mitgestaltung des Alltages
  • Aufbau von sozialen Kontakten
  • Konflikterziehung
  • Fähigkeit zur Perspektivübernahme, wie Empathie: die Situation aus dem Blickwinkel des anderen betrachten
  • Kommunikationsfähigkeiten, Informationen erkennen und weitergeben
  • Bedürfnisse ernst nehmen (die eigenen und des anderen)
  • Vertrauen, in die eigenen Ideen
  • Förderung ihrer Motivation

Partizipation wird im Alltag z.B. bei der Mitgestaltung des Essenplanes, bei der Angebots- und Ausflugswahl oder bei Umgestaltung der Spielräume und bei Projektarbeit ausgelebt. Die Entscheidungsfreiheit der Kinder verdeutlichen wir durch Aufmalen der Regeln, durch Fotos, visuelle Verstärkung durch Punkte oder Steine.

Die Kinder haben jedoch kein Mitsprachrecht bei Regeln zur Sicherheit, zur Gesundheit und zum Wohl der Gesamtgruppe.

Auch bei den Eltern ist uns die Partizipation wichtig. WIr wünschen uns Erziehungspartnerschaft bei der Nähe und Bezug zur Kita und zur Gemeinschaft der Elterninitiative entsteht. Der Informations-Austausch verläuft offen, Verständnis (beidseitig) wird geweckt und die Eltern fühlen sich ernst genommen. Die Bedürfnisse der Eltern werden genauso gehört wie die Bedürfnisse der Gesamtgruppe!